Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Film und Fernsehen’ Category

Es weihnachtet schwer

Dezember. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2011 und im Einzelhandel ist die Hölle los. Mit verunglückten Einleitungen und wenigen Beiträgen in seinem Blog beendet der Träumer sein Jahr. Letztes Jahr habe ich wenigstens noch meine Tür(Shirt)chen gebracht. Und dieses? Naja, lassen wir das. So ganz ohne Eintrag will ich die Weihnachtszeit nicht verstreichen lassen und so kam mir natürlich die Anfrage eines engagierten Amate… ähm, ich meine Independend-Filmers aus Deutschen Landen recht, der im wunderbaren und von netten Menschen nur so wimmelnden Badmovies-Forum schon seit Beginn des Drehs seinen Film bewarb (wenn ich von „seinem“ Film rede, so meine ich natürlich den Film von seinen Kumpanen und ihm, man möge mir verzeihen) und auch Kritik seinen bisherigen Machwerken gegenüber zeigte er sich recht aufgeschlossen. Und so wollte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen den Weihnachtsfilm der „Psychoproductions“ ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen. Also, Film ab.

Welche Filme gehören zu Weihnachten unbedingt dazu? Normalerweise würde ich jetz Standradantworten, wei z.B. „Das letzte Einhorn“, „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und die vielen Varianten von Dickens‘ „A Christmas Carol“ (allen voran die grandiose Muppets-Version oder „Scrooged“ mit Bill Murray). Und eben diesem Klassiker hat sich auch die Psychocrew angenommen. Und was denkt der geneigte Filmfreund, wenn er die Worte „Independent“ und „deutsch“ in einem Satz hört? Richtig. Gesplädda! Und auch dieses, soviel sei verraten, wird es hier geben. Warnend möchte ich aber noch anmerken, dass vor allem der Herr Jochen Taubert mein Verhältnis zum deutschen unabhängigen Film nachhaltig gestört hat. Also sind wir mal gespannt. Ab hier folgt jetzt ein Spoiler. Wer den nicht lesen will, der springe bitte geich zum Fazit.

SPOILER

Besinnlich trällert dem geneigten Zuschauer „Jingle Bells“ um die Ohren, während man beobachten kann wie ein junger langhaariger Mann seinen Weihnachtsbraten anrichtet. Gans mit Klößen und Rotkraut. Klassisch. Dass er dabei im (immerhin weihnachtlich geschmückten) Keller zu sein scheint, wirkt nur auf den ersten Blick seltsam, denn als er beginnt sein Kampfmesser zu schärfen um das gebratene Federvieh besser zerlegen zu können, weiß man spätestens woran man bei diesem Film ist. Während des Schärfens klingelt es plötzlich, was den Hungrigen nicht zu unrecht ein wenig wütend werden lässt. Also ab aus dem Keller an die Haustür und eben diese aufgemacht. Davor stehen zwei junge Mädchen, die für die armen Heiden im Irak sammeln, die ja ohne Bibel das Weihnachtsfest verbringen müssten. Die Wut des Kellerkindes steigert sich ob dieser Frechheit und so sind die einzige Antwort Flüche gegen Christen und ihren untoten wieder auferstandenen Herren. Wenn er jetzt noch wüsste, dass während dieser Zeit ein ungesund aussehender Kerl sich in seinem Keller an der Gans bedient, würde seine Wut sicher noch gesteigert.

Aber glücklicherweise bemerkt er nichts davon und so kann er endlich sein Messer weiter wetzen. Dabei wird er scheinbar immer wahnsinniger und mir schwant wohin die Reise geht. Doch auch diesmal kann er den Schleifvorgang nicht beenden, denn schon wieder klingelt es. Noch wütender stapft unser Held die Treppe hinauf, nur um diesmal einen Betrunkenen vorzufinden, der um eine milde Gabe bittet. Mit der Aussage, dass er nicht das „scheiß Sozialamt“ sei, tritt er den Alki als Antwort von seinem Treppenabsatz. Der Kellerheinrich indess (der Verunstaltete) nutzt die Gelegenheit um nochmals eine kleine Stärkung von der Gans zu nehmen. Und diesmal wird der Diebstahl des weihnachtlichen Bratens bemerkt und beim bestohlenen Kellerbewohner ist Polen offen und Warschau brennt, wie der Volksmund so schön sagen würde. Also Hacke, Kampfmesser und Machete geschnappt und denjenigen gesucht, der für den Diebstahl von Weihnachten („Diese Dreckspenner klauen mir einfach mein Weihnachten, ich glaube es hakt!“) verantwortlich ist. Aber natürlich nicht bevor Schal und Mütze angezogen. Man will ja nicht krank werden. Ähem…

Auf seinem Rachefeldzug kommt Freund Kellermensch sogleich auch in das Lager dreier Obdachloser, von denen einer die ganze Zeit hysterisch kichert und die beiden anderen über die eigene Rolle in der Gesellschaft aus Sicht verschiedener Philosphen analysieren und diskutieren. Als der Rachsüchtige das Lager betritt, schauen die drei ihn einfach nur an und lachen ihn aus, als er meint, man hätte sein Weihnachten geklaut. Immerhin wäre das ja nicht möglich. Um seiner Frage nach dem „Wer“ Nachdruck zu verleihen, hackt er dem ersten Penner gleich mal in die Hand und die Kehle, was zu einer Blutfontäne ungesunden Ausmaßes führt. Dem zweiten wird nochmal die Frage gestellt ob er es gewesen sei. „Weihnachten ist doch überall!“, so die einzige Entgegnung. Nach dem Motto „Antwort nicht zufriedenstellend!“ haut der nun wirklich wahnsinnig gewordene Schlächter den ersten Arm seines zweiten Opfers ab. Und für jede weitere falsche Antwort folgen nun auch die anderen Extremitäten, bis man meinen könnte einen wohnsitzlosen schwarzen Ritter vor sich zu haben. Nur mit wesentlich mehr Blut aus den Stümpfen und Geschrei des unfreiwillig Amputierten. Der dritte Penner indess kichert auch noch, als der Schlächter seiner Freunde ihn am Kragen packt und nach Antworten verlangt. Diese bekommt er, aber anders als erwünscht. Denn es wird ihm mit dämonischer Stimme eröffnet, dass drei Biester aus der Hölle zu Besuch kommen würden. Na wenn das nichts ist.

Da das Schlachten müde macht und die Zeit auch schon ein wenig fortgeschritten ist, heißt es ab ins Bett. Aber vorher noch den Plüschweihnachtsmann vom Regal genommen und ein wenig gewürgt. Denn dieser erinnert an eine Szene aus der Kindheit des Wahnsinnigen, die uns auch prompt als Rückblende erzählt wird. Man sieht einen kleinen Knaben, der im Unrat sitzend mit einem lieblosen „Na du kleiner Scheißer? Hier, frohe Weihnachten!“ vom Betrunkenen Opa den Weihnachtsmann überreicht bekommt. Nun wird einiges klar ob des gegenwärtigen Geisteszustandes des Butchers. Aber Schlaf muss dennoch sein, jedoch nicht lange, da irgendetwas zu hören ist. Das Plüschtier! Es stellt sich als erstes Biest (das Biest der vergangenen Weihnacht) heraus. Und da die vergangene Weihnacht gelinde gesagt beschissen war, heißt es Kopf ab lieber Weihnachtsmann. Und wie sollte es anders sein? Es folgt eine Blutfontäne, die für fünf Elefanten ausreichen würde.

Der zweite Versuch einzuschlafen wird dann kurz darauf auch vereitelt, als ein Poltern aus dem Raum mit der Gans zu hören ist. Zornerfüllt eilt der um den Schlaf Gebrachte mit dem Haumesser in der Hand dorthin und erwischt den Kellerheinrich beim Herfallen über den Braten. Und da hilft auch nicht, dass dieser sagt er sei das Biest der gegenwärtigen Weihnacht. Der Schlächter hat den Penner gefunden, der sein Weihnchten geklaut hat und kann nun Rach nehmen. Genauer gesagt bedeutet das, er nimmt die Machete und schlitzt dem ohnehin schon Verunstalteten auch noch den Bauch auf, was diesen auch nicht schöner macht. Wenigstens kommen so seine inneren Werte zum Vorschein.

Seine Rache erhalten, folgt der dritte Versuch zu schlafen. Doch dank eines Klingelns wird auch dieser vereitelt. Wer mag es wohl diesmal sein? Die Zeugen Jehovas, die sich aus ihrem Königreichsaal gepellt haben? Der christliche Verein junger Männer in Form der Village People? Dem Zuschauer ist eigentlich schon klar, dass es nur ein bestimmter später Gast sein kann: Das Biest der zukünftigen Weihnacht. Und dieses zeigt ihm, in Form des klassischen Sensenmannes, wie unser Held von einem Pulk Menschen mit Fackeln gejagt wird, die ihn töten wollen und dies mittels einer interessanten Mischung aus Steinigung, Hängen und Totschlagen in die Tat umsetzen. Dann wird er verscharrt und die beiden Totengräber pinkeln nochmal genüsslich auf sein Grab. Diese Vision ist zu viel für den Armen, der doch einfach nur Weihnachten feiern wollte. Doch glücklicherweise gelingt es diesmal zu schlafen. Bis… ja bis es wieder klingelt. Diesmal ist eine alte Dame mit Kreuz an der Tür, die um eine kleine Spende bittet. Eigentlich will der Kellerbewohner ein wenig geben, aber als die Alte nach mehr fragt, tickt er wieder aus. Ihr Pech. Und sein Glück. Denn während nun der Abspann läuft, kann man ihn dabei beobachten, wie er das Hirn aus dem aufgeschnittenen Kopf der Dame isst. Na dann guten Appetit.

SPOILER VORBEI!

Fazit:
Eines Vorweg: Meine Befürchtungen, einen diletantischen Film, der zwar gut gemeint (eine Tatsache, die ich einem Herren Jochen Taubert immernoch absprechen will) aber in der Umsetzung grandios gescheitert ist, haben sich nicht bestätigt. Wie man an der Einleitung lesen kann, bin ich kein Freund des deutschen Amateursplatters (jetzt ist mir das böse „A“-Wort doch noch aus dem Köpfchen gesprudelt, man möge mir verzeihen). Semiprofessionelle Filme aus deutschen Landen bin ich ja nicht abgeneigt (zählen doch einige zu meinen liebsten Partystreifen), doch wenn es um den exorbitanten Gebrauch von Kunstblut geht, neigt die deutsche Szene gelinde gesagt zu leichter Übertreibung. Die Effekte sind zwar auch hier übertrieben dargestellt (wie es das Genre verlangt), aber gut dosiert eingesetzt, sodass keine Übersättigung an Schmodder und Gedärm einsetzt. Erst zur Hälfte des 15 minütigen Machwerks bekommt man mit der „Befragung“ der Obdachlosen die erste Schlachtszene präsentiert, die schick gemacht wurde und zu überzeugen weiß. Auch die Maske des Biestes der gegenwärtigen Weihnacht und vor allem die Darstellung des dritten Biestes sind sehr genial umgesetzt (von der Stimmung zeigt die Sensenmannszene mehr Können, als die Profis erzeugen könnten, die sich für einen durchschnittlichen RTL-Film mit Heino Ferch verantwortlich zeigen, Respekt dafür!). Auch, dass die Macher von Anfang an versuchen eine Geschichte zu erzählen, die zwar manchmal ein wenig seltsam und unzusammenhängend erscheint (vor allem was das unerklärte Auftauchen des zweiten Biestes zu Anfang des Filmes angeht), aber immer dem Roten Faden folgt, den der klassische Stoff vorgibt.
Abschließend bleibt zu sagen, dass der Film der „Psychoproductions“ perfekt für eine feuchtfröhliche Weihnachtsfeier mit Freunden des abseitigen Films geeignet ist. Und mir hat es die Hoffnung wiedergegeben, dass es in der deutschen „Splädda-Szene“ doch noch Talente gibt, die mit ein wenig mehr Erfahrung und mehr Mitteln und Zeit, sicherlich noch besser sein können.

Der Träumer

Advertisements

Read Full Post »

Filmischer Fremdgang

Da ich vor kurzem nach Potsdam gegangen bin und dort hoffentlich bald auch wohne, im Hotel aber recht wenig abgeht, dass es zu berichten gilt (einen kurzen Abriss meiner Eindrücker der neuen Stadt gibt es, wenn ich hier komplett angekommen bin), habe ich die Zeit genutzt und ein wenig filmischen Werken auf den Zahn zu fühlen und diese dann dem Doc von Badmovies geschickt. Und damit ihr was zu lesen habt, hier die beiden Reviews.

Das erste ist ein Kurzreview zu „Black Dragons“.

Das zweite eine wenig länger (hust) zum schweizer Hip-Hop-Film „Breakout“.

Viel Spaß und bis bald – hier oder auf Badmovies.

Der Träumer

Read Full Post »

Eine Herzenssache

Und zwar geht es hier um nichts geringeres als ein Magazin, das ich Ende des letzten Jahres für mich entdeckt habe und dass ein Paradebeispiel für das Prinzip der Meinungsfreiheit darstellt. Und zwar ist die Sprache von FernsehkritikTV. Eine besondere Herzenssache des Fernsehkritikers, mit bürgerlichem Namen Holger Kreymeier, ist die Aufklärung über die Vorgänge und Methoden der sogenannten Call-In Shows, die es ja fast auf jedem privaten Fernsehsender gibt oder gab bzw. die den nahezu gesamten Sendeplan eines Fernsehsenders ausmachen. Seien es nun die Such nach Begriffen oder wirres Wörterraten, der Fernsehkritiker hat schon in vielen Folgen über die Methoden der verantwortlichen Firmen und Sender berichtet und das war für diese Grund genug Herrn Kreymeier zu verklagen.

Dass die großen Firmen wesentlich mehr Mittel zur Verfügung haben als ein Privatmann wie Holger Kreymeier ist sicher jedem bewusst. Und da aber auch für ihn Kosten entstehen ist er auf Spenden seiner Zuschauer und Sympathisanten seiner Sache angewisen, damit er dieses wichtige Projekt – welches dieses Jahr auch für den Grimme-Online-Award nominiert ist – weiterführen kann. Aus diesem Grund möchte ich hier auch dazu aufrufen: Spendet Leute. Jeder Cent geht direkt an eine gute und gerechte Sache. Auf der Homepage der Seite findet ihr eine täglich aktualisierte Spendenuhr. Weiter Dinge über die Spendenaktion finden sich hier.

Der Träumer

Read Full Post »

Es gibt Wahnsinnige und es gibt Genies. Und wie man weiß, liegen Genie und Wahnsinn oft sehr dicht beieinander. Denn eine Filmproduktion über sechs Jahre laufen zu lassen und damit den teuersten Film aller Zeiten drehen, das kann man nur als Wahnsinn bezeichnen. Vor allem wenn man bedenkt, dass man sich damit den Titel zurück holt, den man schon einmal aufgestellt hat (auf die Kosten bezogen). Und wenn das Ergebnis dann auch noch einer der besten Science-Fiction-Filme – meiner Meinung nach – aller Zeiten ist, dann ist genial der richtige Ausdruck. Und damit wäre das Sprichwort bewiesen.
Die Rede ist natürlich von „Avatar – Aufbruch nach Pandora“, dem neusten Streich des unerreichten James Cameron. Genre-Erfahrung hat er ja schon; Alien 2 und die ersten beiden Terminator-Filme stehen ebenso in seiner Filmographie wie die Streifen über den guten Snake Plissken, um nur Beispiele zu nennen. Um dem geneigten Leser nicht zu viel zu veraten, gehe ich nur recht kurz auf die Story an sich ein.
Wie der Name schon sagt spielt der Film auf Pandora, einem Planeten, der einen wertvollen Rohstoff birgt, den skrupellose Unternehmer unter allen Umständen abbauen wollen um ihre Profite zu steigern. Doch der Planet ist nicht unbewohnt. Neben allerlei Tieren und Pflanzen gibt es auch noch eine humanoide Rasse – die Na’Vi. Und ein Stamm dieser (nur scheinbar) primitiven Wesen lebt in einem Baum, unter dessen Wurzeln nun eines der größten Vorkommen oben genannten Rohstoffes liegt. Konflikte sind da vorprogrammiert, vor allem ob der Tatsache, dass auch das Militär (die U.S. Marines um genau zu sein) mit von der Partie ist. Einer dieser Marines fängt während seines Einsatzes nun aber an zu Zweifeln, ob nicht die Menschen die Primitiven sind.

Mehr will ich wie gesagt nicht schreiben um niemandem den Spaß zu verderben. Lieber schreibe ich ein wenig über meine Meinung zum Film. Und die ist eine wirklich gute. Okay, die Story ist nicht die neuste und bietet im Grunde keine wirklichen Innovation, aber das ist zu keinem Zeitpunkt ein Problem. Der Film lebt nicht von der Story, die eine Botschaft vermittelt, die nur zu bewusst ist. Nein, er lebt von der opulenten Optik. Bombastisch ist ein Wort, dass ich nicht allzu häufig verwende, wenn es um eine Filmbeschreibung geht, aber hier ist es angebracht. Alles passt zu 100% zusammen. Es gibt nichts, dass so aus dem Rahmen fällt, nichts von dem man sagen könnte es wäre verzichtbar gewesen. Alle Elemente gehen im Film eine perfekte, wie die Einzelelemente des Planeten es im Film tun. Und Beschreibungen wie „U.S. Marines vs. World of Warcraft“ oder „Der Film ist wie ‚Der mit dem Wolf tanzt‘ auf einem anderen Planeten“ werden dem Film in keinster Weise gerecht, denn im direkten Vergleich überholt er beide mit Leichtigkeit.
Ich habe den Film nur in 2D gesehen und denke, dass er in 3D noch wesentlich besser ist. Wer also die Chance hat ihn in drei Dimensionen zu sehen, der sollte sich die Chance nicht entgehen lassen. Also ich würde es sofort machen.

Für mich persönlich der perfekte Abschluss meines Kinojahres und allen Freunden guter Unterhaltung eine Empfehlung. Und für Cameron-Fans sowieso.

Der Träumer

Ach ja, wenn mir irgendwer sagen kann, wo ich ein Wörterbur zu erernen der Na’Vi-Sprache bekomme, der melde sich bitte.

Read Full Post »

Dritter Advent. In den Innenstädten hetzen Menschen über den Weihnachtsmarkt, rennen in die Läden, um die letzten oder gar erst ersten Geschenke für die Lieben (oder auch Unlieben) Angehörigen zu kaufen. Grund genug die Einkaufsstraßen und -zentren zu meiden, soweit dies denn möglich ist und sich zu Hause einen weihnachtlichen Film auf DVD oder, so vorhanden, BlueRay an zu schauen. Aus diesem Grund sollen heute, zum dritten Advent, ein paar Filmtipps zum Feste meinerseits folgen und vielleicht ist ja noch eine Geschenkidee für den einen oder anderen dabei.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel:
Über diesen Film müssen wohl keine Worte mehr verloren werden. Weihnachtliche Omnipräsenz auf allen öffentlich-rechtlichen Sendern, die den Einen in Jubelstürme ausbrechen und Andere laut aufstöhnen lassen. Er gehört ebenso zu Weihnachten wie Geschenke, Baum und Sinnlichkeit. Ich persönlich kann von diesem Film nie genug bekommen und werde ihn mir deshalb so oft wie möglich anschauen. Glücklicherweise gibt es hier eine vollständige Liste mit allen Terminen.

Stirb Langsam 1 und 2:
Hier scheinbar fehl am Platze, aber da beide Filme an Weihnachten spielen (oder zumindest in der Adventszeit) doch hier her gehörig. Und wenn John McClane seine typischen Sprüche bringt, wird sich jeder der die Filme kennt immer wieder freuen. Am besten genießt man das ganze in Originalton, dann wird die Herkunft der Terroristen in Teil eins zu einer sehr lustigen Sache.

Jack Frost:
Ein Fun-Splatter-Film zum Weihnachtsfest? Ja, genau. Auch hier gibt es wieder zwei Teile. Während Teil 1 aber noch recht normal daher kommt (so normal wie es in diesem Genre und bei der Story eben zugehen kann), ist der zweite eher extrem skurril und abgefahren. Da ich annehme, dass die wenigsten diese Filme kennen, hier mal eine kurze Zusammenfassung. In Teil 1 bricht der Serienkiller Jack Frost gerade zur Weihnachtzeit 1996 aus und der Sheriff eines kleinen Örtchens muss nun in Zusammenarbeit mit dem FBI den Mörder zur Strecke bringen. Dumm nur, dass dieser bei der Flucht von GENMANIPULIERTER Säure komplett aufgelöst wird. Als nun alle froh sind wieder sicher zu sein, kommt der Bösewicht als lebendiger Schneemann zurück und mordet Leute auf spektakuläre Art und Weise. Teil 2 ist dann wirklich nur noch abstrus (und sehr genial). Denn darin taucht der Killer Schneemann wieder auf, als der Sheriff aus Teil 1 mit seiner Frau und einem befreundeten Paar auf einer Karibikinsel Urlaub macht. Und wie sollte es auch anders sein, taucht auch hier der mutierte Killerschneemann wieder auf und mordet unter den Gästen des Hotels munter herum.
Wie man sicher aus den BEschreibungen entnehmen kann, nehmen sich beide Filme nicht wirklich ernst und wer dem Genre etwas abgewinnen kann, der sollte sich die Streifen unbedingt anschauen.
Kleine Episode am Rande: Im gleichen Jahr, in dem Teil 1 das erste mal erschien, kam auch ein Familienfilm des gleichen Namens auf den deutschen Markt. Aus diesem Grund soll Jack Frost 1 wohl seine Freigabe ab 16 erhalten haben, obwohl er nicht weniger blutig ist als Teil 2, welcher eine Einstufung ab 18 erhielt. Außerdem sollte man aufpassen, wenn in dieser Jahreszeit in der Fernsehzeitung Jack Frost aufgeführt ist, denn dabei handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um die Familienkomödie.

In der Hoffnung ein paar Ideen für einen lustigen Abend in geselliger Runde, mit Tee und Glühwein und Plätzchen geiefert zu haben, wünsche ich eine weiterhin schöne Adventszeit ohne viel Stress,

Der Träumer

Read Full Post »

Dezember. Das ist nicht nur die Zeit der (viel zu vollen) Weihnachtsmärkte, Märchen und des Advent. Auch ein Phänomen, das in anderen Monaten eher nicht passen würde, trifft ob der Jahresendstimmung, vermehrt auf allen Fernsehsendern auf. Gemeint sind die Jahresrückblicke. Sat1 hat den Reigen begonnen und in den nächsten zwei Wochen schicken dann auch RTL, Pro7, ARD und ZDF ihre Quotengesichter ins Rennen um den Menschen das vergangene Jahr in kurzen Sequenzen nochmal vor Augen zu führen. Die Tatsache, dass 2009 noch knapp vier Wochen hat, in denen ganz wesentliche Dinge geschehen können sind da egal und deshalb möchte ich hier meine ganz persönlichen Nummer einsen des Jahres aufzählen. Fangen wir also an:

Bestes Musikalbum:
Ganz eindeutig „Schuldig“ von Letzte Instanz. Jedes Lied auf dieser CD berührt eine Teil in meinem Leben und ich finde es zu 100% genial.

Beste DVD-Veröffentlichung:
Schon wieder Musik und schon wieder hat Letzte Instanz etwas damit zu tun. Die Rede ist von „Sinnfonie“, der DVD zum Jubiläumskonzert von Schnadmaul im November letzten Jahres. Diese Silberlinge geben mir immer wieder das GEfühl, oder besser die GEfühle, die ich während des Konzertes selbst verspürte.

Bester Film:
Diese Jahr hat viele gute Filme gehabt (und ich hoffe, dass einer den ich noch sehen will auch dazu gehören wird). Doch toppen konnte keiner den Film „District 9“. Dieser Streifen ist genial. Und es ist ein Film, der mich berührt hat und an den ich mit unbändiger Freude zurückdenke. Diesen Film wird für mich selbst „Avatar“, auf den ich mich wirklich freue, nicht schlagen können. Und es wird einer der DVD-Pflichtkäufe nächstes Jahr.

Bestes Hörspiel:
Hier eine geeignete Auswahl zu treffen ist am schwersten, denn sowohl „Caine 10“, die „Jack Slaughter“ Folgen und „Chronologie der letzten Tage“ haben einen (sehr unterschiedlichen) guten Eindruck hinterlassen. Also gewähre ich allen oben genannten diesen Titel.

Bestes Rolenspielregelwerk:
Auch hier ist es schwer, doch eine Entscheidung konnte ich dennoch fällen. Ganz oben mit dabei waren „Savage Worlds“, „Shadowrun 4“ (sowohl regulär als auch limitiert) und „John Sinclair“. Doch durchsetzen konnten sich gegen alle anderen Mitbewerber für mich dann doch die „Traumlande“ für Cthulhu. Ein Buch das viel zu schön zum Benutzen ist und viel zu interessant zu spielen um es nicht zu benutzen. So wie ein Buch eben sein muss.

Bestes Buch:
„Das Buch ohne Namen“ von Anonymus ist für mich der Roman des Jahres 2009 und eine unbedingte Empfehlung.

Aufreger des Jahres:
Den lieferte mir persönlich die in diesem JAhr 60 gewordene FSK. Ihre Aufgabe, den Jugenschutz, finde ich in keinster Weise störend, nein, er ist sogar sehr wichtig und richtig, doch die neue Verordnung Cover von Medien mit der Altersfreigabe in groß zu verunstalten, ist nicht gerade blutdrucksenkend. Es ist einfach nur hässlich und für mich als Sammler solcherlei Datenträger nicht wirklich attraktiv.

So, das solls gewesen sein und ich hoffe es meine subjektiven Ansichten werden nicht nur geteilt (das nehem ich zumindest auch an). Wer was dazu kommentiern will, nur zu. Eien schöne weitere Adventszeit,

Der Träumer

Read Full Post »

Schon seit langem sind die Videoraiders eine der festen Anlaufstellen im Netz für alle Freunde der gepflegten Trash-Unterhaltung. Und die Sympathie, welche in den Jahren bei vielen (wie bei mir zum Beispiel) noch gestigen ist, kann nun Früchte tragen – wenn die Besucher mithelfen. Weitere Infos finden sich hier.

Also, abstimmen,

Der Träumer

Read Full Post »

Older Posts »